„Soft inverted Q“ – harte Schale, weicher Kern?

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Im Mai 2019 verließ die Außenskulptur „Soft inverted Q“ von Claes Oldenburg unter Anleitung von Fachpersonal bei einer spektakulären Aktion mittels Spezialkran erstmals seinen angestammten Platz im Skulpturengarten des Museums Abteiberg in Mönchengladbach. In einem Depot werden nun weitere Untersuchungen durchgeführt, um zu einem nachhaltigen Restaurierungskonzept zu finden.

Es ist ein komplexes Unterfangen, die überlebensgroße Betonskulptur zu restaurieren – zu dem Schluss kam bereits eine Expertenrunde während eines Workshops im Herbst 2018. Aktuell steht das „Q“ auf einem provisorischen Podest und kann intensiv untersucht werden.

Zum Auftakt trafen sich erneut Restauratoren und Spezialisten auf dem Gebiet der Betonsanierung sowie Oberflächenbeschichtung, um das weitere Vorgehen zu diskutieren. Wichtige Fragen wurden dabei formuliert, die bei den nun anstehenden Analysen geklärt werden sollen. Unter anderem ist die Beschaffenheit des Inneren von großer Bedeutung. Ein Kern aus Polystyrol wurde bereits vermutet, genauere Parameter waren allerdings bislang nicht bekannt, jedoch von hohem Interesse.

Foto: Stefanie Bründel

So folgten den Worten auch unmittelbar Taten: Erste Aufschlüsse über den Beton und dessen Bewährung lieferte ein Betondeckungsmessgerät. Um aber auch eine Vorstellung davon zu erhalten, was das „Q“ im Innersten zusammenhält, kam anschließend ein Endoskop zum Einsatz. Zwei Bohrlöcher auf unterschiedlichen Höhen waren für die endoskopische Untersuchung nötig – dann war klar, dass die Vermutungen stimmten und der Kern aus expandiertem Polystyrol, besser bekannt als Styropor, besteht.

Weitere Analysen zum Beton und dessen Feuchtegehalt sowie Testreihen zur Oberflächenbearbeitung des „Soft inverted Q“ folgen. Über den Fortschritt der Arbeiten werden wir zu gegebenem Zeitpunkt weiter berichten.

Fotos: Stefanie Bründel

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