Beiträge von Gudrun von Schoenebeck
Strandszene unter zehn Schichten – ein Wandbild von Gerhard Richter wird teilweise freigelegt
In dieser Folge geht es um das Wandgemälde „Lebensfreude“, das der damals 24-jährige Gerhard Richter 1956 in einem Treppenfoyer des Deutschen Hygiene-Museums gemalt hat. Es war seine Diplomarbeit, mit der er das Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden abschloss. 1979 wurde das 63 Quadratmeter große Wandgemälde erstmals überstrichen, weitere Anstriche folgten. Wir sprechen mit dem Restaurator Albrecht Körber, der mit seiner Kollegin Susann Förster an der Teilfreilegung arbeitet.
Lesestoff: Misslungene Restaurierungen und andere kuriose Kunstunfälle
Mit (un)schöner Regelmäßigkeit tauchen sie in den Nachrichten auf: die Fälle, in denen eine völlig fehlgeleitete „Restaurierung“ ein Kunstwerk derart verschlimmbessert hat, dass man heulen möchte. Das bisher jüngste Beispiel spielt im nordspanischen Städtchen Soria in der dortigen Kirche der Eremitage Nuestra Señora del Mirón. Die vorher weißen Zierelemente des barocken Mittelschiffs waren rot übermalt…
Eindrucksvolles Wandbild im Rathaus von Plauen freigelegt und restauriert
Im Volksmund, der für öffentliche Bauwerke oft wenig schmeichelhafte Spitznamen erfindet, wurde das riesige Wandbild „Geisterbahn“ genannt. Zwischen 1975-1976 war das Kunstwerk von Karl-Heinz Adler und Friedrich Kracht am Neuen Rathaus Plauen erschaffen worden und ist bis heute ein seltenes Beispiel abstrakter baubezogener Kunst im öffentlichen Raum der DDR. In seiner Entstehungszeit war das farbintensive…
… „Zen for TV“
Kürzlich, bei einem Besuch im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe, fiel mir ein Raum auf, in dem kürzlich restaurierte Werke aus der Sammlung des Hauses ausgestellt werden. Aktuell sieht man eine Videoskulptur von Nam June Paik von 1963/1986.
Der Vis-à-Vis Motorwagen Nr. 125 – eine abgefahrene Geschichte
Es ist etwas in Vergessenheit geraten, aber Köln war vor etwa 120 Jahren ein Hotspot der deutschen Automobilindustrie. Ein Zeugnis dieser Zeit kann man im Kölnischen Stadtmuseum bewundern – den Vis-à-Vis Motorwagen Nr. 125 von 1902.
Der Restaurator Philip Mandrys hat dieses Objekt der Mobilitätsgeschichte restauriert.
„Wir treffen uns im Kosmos“ mit Textilkünstlerin Sofia Magdits Espinoza
In dieser Podcast-Folge haben wir die Textilkünstlerin Sofia Magdits Espinoza getroffen. Sie webt große Wandteppiche, alleine und auch mit Publikum. In ihrem Online-Archiv „Textile Stories“ sammelt sie alte und neue Textil-Geschichten.
Der „Eisprinz“ trug Seide – textile Seltenheit aus dem Frühmittelalter
Für diese Folge des Restauratoren O-Tons waren wir in Bamberg und haben mit Tracy Niepold gesprochen. Als Textilrestauratorin ist sie auf archäologische Funde spezialisiert und erzählt uns von einem außergewöhnlichen 1300 Jahre alten Fund.
Entdeckung und Restaurierung der Frankfurter Inmaculada
Die Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main hat eine bisher unbekannte Skulptur des renommierten spanischen Barock-Bildhauers Pedro de Mena (um 1628–1688) erworben. Die Maria Inmaculada Concepción (17. Jahrhundert) zeigt eine Jungfrau auf einer Mondsichel stehend. Die Erwerbung ist eine herausragende Ergänzung für die Sammlung und markiert zugleich einen neuen zentralen Restaurierungs- und Forschungsschwerpunkt der Liebieghaus Skulpturensammlung.
Zeichnung unterm Mikroskop
Es ist „nur“ eine kleine Kabinett-Ausstellung, die aber spannender nicht sein könnte. Abseits von den großen Blockbustern lädt das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud dazu ein, in Material und Technik der Zeichnung auf Papier ungewöhnlich tief einzutauchen. Die Ausstellung „Zeichnung im Labor – Papier trägt Kunst“ läuft noch bis zum 18. Februar 2024.
Restauratorin legt Dämon in Reynolds-Gemälde frei
Es ging nicht um irgendein nebensächliches Detail, das nach der Restaurierung des Gemäldes von Joshua Reynolds aus dem Dunkel wieder aufgetaucht war. Das Gesicht eines Dämons mit wildem Blick und Fangzähnen machte, frisch gereinigt und nun wieder sichtbar, Schlagzeilen. Die Berliner Morgenpost titelte im November überdramatisierend „Wissenschaftler entreißen Bild ein schreckliches Geheimnis“. Was war geschehen?