Kuchen oder Pommes? – dieses Mal mit Julia Brandt

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Neun Fragen haben wir gestellt und die befragten Restauratorinnen und Restauratoren gebeten, möglichst spontan zu antworten.

Im neunten Teil der Serie gibt Julia Brandt Auskunft über „Kuchen oder Pommes?“. Die Restauratorin, die an der TU München ihren Master machte, ist am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München tätig und seit 2016 im Vorstand des Verbandes der Restauratoren (VDR) aktiv.

Julia Brandt ist Restauratorin M.A. für Gemälde und gefasste Holzskulpturen und am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege tätig. Als Präsiduimsmitglied im Verband der Restauratoren befasst sie sich schwerpunktmäßig mit der Öffentlichkeitsarbeit, der Vernetzung mit Partnerorganisationen im Bereich der Denkmalpflege sowie als ver.di-Mitglied auch mit der fairen Eingruppierung von Restaurator*innen. Foto: Lara Lunau.

Die Fragen  … und die Antworten von Julia Brandt:

1. Kuchen oder Pommes?  … Pommes!

2. Behalten oder wegwerfen?   
Mein Ziel ist es mich regelmäßig auch mal von Dingen zu trennen und sie einem sinnvollen Zweck zuzuführen, aber meistens kann ich mich dann doch nicht trennen.

3. Alte oder zeitgenössische Kunst?   
Je nach Stimmung. Alte Kunst sehe ich aber lieber in ihrem ursprünglichen Kontext als im Museum.

4. In der Restaurierung sollte mehr
… über Stundenlöhne und Gehälter geredet werden. Auch wenn wir einen tollen Job haben dürfen wir trotzdem auch gut davon leben können.

5. In der Restaurierung sollte weniger …
… Preiskampf betrieben werden.

6. Restauratoren sind kompetent, wenn sie
… mit ihren Fehlern und Missgeschicken offen umgehen, damit wir alle daraus lernen können.

7. Mein Lieblingsobjekt, dass ich restauriert habe, war/ ist …
Ich hab eigentlich weniger Lieblingsobjekte als Lieblingsschäden. Je komplizierter desto besser. Auf eine bestimmte Restaurierung kann ich mich da gar nicht festlegen.

8. Wissenschaftlichkeit in der Restaurierung ist wichtig, weil
wir uns ohne Wissenschaftlichkeit nicht weiterentwickeln und in alten Mustern und Methoden stecken bleiben. Gut, dass die junge Generation sich selbstverständlich als wissenschaftlich ansieht.

9. Restauratoren sind speziell, weil
… sie eine eingeschworene Gemeinschaft bilden und sich alle zumindest über drei Ecken kennen.

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