Kuchen oder Pommes? – dieses Mal mit Doris Zeidler

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Neun Fragen haben wir gestellt und die befragten Restauratorinnen und Restauratoren gebeten, möglichst spontan zu antworten. Im achten Teil der Serie gibt Doris Zeidler Auskunft über „Kuchen oder Pommes?“.

Die Diplomrestauratorin hat an der HfBK Dresden in der Fachrichtung Bildwerke und Raumausstattungen studiert. Aktuell ist sie Volontärin am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege im Bereich Gemälde und Skulptur.

Diplom-Restauratorin Doris Zeidler im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Foto: Lara Lunau.

Die Fragen  … und die Antworten von Doris Zeidler:

1. Kuchen oder Pommes?  … Kuchen.

2. Behalten oder wegwerfen?    … behalten.

3. Alte oder zeitgenössische Kunst?   … alte.

4. In der Restaurierung sollte mehr
über unsere Arbeit gesprochen, sich ausgetauscht und auch publiziert werden. Manche Lösungsansätze erscheinen uns in unserem Alltag zu banal, um sie anderen mitzuteilen. Aber vielleicht sind es ja genau diese Fragestellungen, die jemand anderem weiterhelfen können.

5. In der Restaurierung sollte weniger …
unter uns gejammert werden, dass wir nicht ernst genug genommen werden. Wenn wir unsere Arbeit nicht angemessen vertreten, darstellen und erklären, müssen wir uns auch nicht wundern, dass die Wertschätzung manchmal ausbleibt. Auch im Diskurs mit anderen Mitstreitern in der Kulturguterhaltung sollten wir versuchen am gegenseitigen Verständnis und der fachlichen Anerkennung zu arbeiten.

6. Restauratoren sind kompetent, wenn sie
alle Möglichkeiten und Herangehensweisen in Betracht ziehen, ohne sich in Kleinigkeiten zu verlieren. Wenn man an den Grenzen seiner Kompetenzen angekommen ist, sollte man das zugeben können und sich Hilfe suchen.  

7. Mein Lieblingsobjekt, dass ich restauriert habe, war/ ist …
unser Sommerschulenprojekt: der Beichtstuhl in der Großmohrdorfer Kirche in der Nähe von Stralsund. Aber ich stehe ja noch ganz am Anfang, da werden sicher noch einige Lieblingsobjekte dazu kommen.

8. Wissenschaftlichkeit in der Restaurierung ist wichtig, weil
wir unsere Beobachtungen und Erkenntnisse strukturiert und nachvollziehbar erarbeiten sollten. Erst dann können wir in der Untersuchung und der Bearbeitung dem Objekt gerecht werden.    

9. Restauratoren sind speziell, weil
wir uns für Dinge begeistern können, wo andere „den alten Mist, den keiner mehr braucht“ schon längst aufgegeben hätten.

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