Bilder von unterwegs ... … ein Palazzo in Palermo

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Wenn man seinen Beruf leidenschaftlich gerne ausübt, wird man diese Passion auch auf Reisen nicht einfach hinter sich lassen. Das gilt mit Sicherheit und ganz besonders auch für Restauratoren, die mit ihrer Arbeit ja überall dort anzutreffen sind, wo der Mensch in irgendeiner Weise kulturell tätig gewesen ist oder war. Wir könnten uns deshalb vorstellen, dass die Leser dieses Blogs auch im Urlaub die eine oder andere „restauratorische Begegnung“ gehabt haben.

Vielleicht haben Sie eine besonders gut gelungene Restaurierung gesehen, oder Ihnen ist eine Arbeit aufgefallen, die kritikwürdig wäre. Vielleicht haben Sie Kollegen bei der Arbeit getroffen, ein Museumsstück ist Ihnen nicht mehr aus dem Kopf gegangen oder Sie haben den bröckelnden Putz eines alten Palazzos fotografiert, in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch Rettung kommt für die gealterte Pracht.

Schicken Sie uns Ihre Fotos von solchen Begegnungen. Dazu ein paar Sätze über das, was zu sehen ist. Wir freuen uns über die Urlaubsentdeckungen von Restauratoren!

 

Der Palazzo Butera in Palermo entstand im Wesentlichen im 18. Jhd. Seit zwei Jahren wird er in privater Initiative restauriert. (Foto: Schoenebeck)

Den Anfang macht Gudrun von Schoenebeck aus der Online-Redaktion des VDR.

„Das Foto habe ich im Juni 2018 im Palazzo Butera in Palermo aufgenommen. Der Palastriegel, der zwischen Altstadt und Meer liegt, entstand Ende des 17. Jahhunderts und wurde im 18. Jahrhundert erweitert, unter anderem von den Prinzen von Butera. Es war eine Blütezeit in Palermo für Wissenschaften, Künste und Architektur.

2016 hat ein Mailänder Sammlerpaar den Palazzo gekauft und lässt ihn nun in privater Initiative restaurieren. Derzeit ist der Palast für die Öffentlichkeit zugänglich, weil in der ersten Etage die „Manifesta“ (bis 04.11.2018) einen Ausstellungsort hat. Diese Wanderbiennale mit zeitgenössischer Kunst kommt alle zwei Jahre in eine andere europäische Stadt. In Palermo ist die Kunst der Manifesta an vielen Locations zu sehen, die sonst nicht allgemein zugänglich sind.

Den Blick in die Unterkonstruktion des verlorenen Deckenfreskos fand ich faszinierend. Es würde mich sehr interessieren, wie der Raum nach der Restaurierung aussieht.“

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